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Stromanbieter-Test: Stromvergleich von Stiftung Warentest

Regelmäßig vergleicht Stiftung Warentest Stromanbieter, in einem Test jedoch standen weniger Lieferanten für Energie selbst sondern vielmehr Vergleichsportale im Fokus. Das hat seinen Grund, führt der Weg zum neuen, möglichst günstigen Stromversorger doch über einen Stromrechner.


Stromanbieter TestÜber 1.000 Anbieter tummeln sich auf dem deutschen Strommarkt. Viele davon bieten Energie ausschließlich regional an, doch es sind immer noch rund 95 Stromversorger, zwischen denen Stromkunden durchschnittlich wählen können. Einsparpotential ist durchaus gegeben, unabhängig vom Stromverbrauch sowie der Frage ob normaler Strom oder Ökostrom. Warum also scheuen so viele Haushalte den Stromanbieterwechsel? Vorbehalte dürften eine Hauptursache darstellen. Nach TelDaFax im Jahre 2011 hat ein weiterer Stromanbieter 2013 Insolvenz beantragt, Flexstrom. Das ist negative Presse, die weiter auf eine Wechselbereitschaft Einfluss nimmt. Verbraucher haben Angst davor, an einen unseriösen Energielieferanten zu geraten. Aber auch Unsicherheit darüber, wie ein Anbieterwechsel funktioniert und ob man nicht doch plötzlich ohne Strom dasteht ist bei vielen existent.

Abhilfe schaffen kann vor allem Aufklärungsarbeit. Ein Stromvergleich durch Stiftung Warentest / Finanztest kann anregende Wirkung haben. Außer, es hagelt allzu viel Kritik – dann schreckt das Testergebnis eher ab. Nun sagen wir nicht, dass dieses schöngeredet werden sollte. Doch als Finanztest in seiner Ausgabe März 2013 einen Stromvergleich durchführte, genauer gesagt einen Vergleich von Stromportalen wie Verivox & Co., haben wir vorgetragene Kritikpunkte stellenweise als unberechtigt empfunden.

Stromvergleich: Stiftung Warentest hat ihn gemacht

Wer günstigste Preis bietet, gewinnt. Wer im Stromrechner ganz oben steht macht die meisten Abschlüsse. Die Absicht von Anbietern ist klar, und um ihr Ziel zu erreichen tricksen sie mit allen legalen Mitteln bei ihrer Tarifausgestaltung. Im Stromvergleich dargestellten Ergebnisse sind nach zu erwartenden Stromkosten im ersten Bezugsjahr sortiert. Daher zeigen sich Energie Versorger bestrebt, diesen Kostenpunkt möglichst niedrig zu gestalten. Neukundenboni und Freikilowattstunden sind passende Instrumente zu dem Zwecke, Energie günstiger zu machen – auf den ersten Blick. Das Problem: diese Vergünstigungen entfallen im zweiten Jahr. Wer also nicht gleich wieder einen neuen Strom Vergleich mittels dem Stromrechner durchführt und erneut wechselt muss mit teils deutlich höheren Stromkosten rechnen. Genau hier setzt die Kritik an: bei den Voreinstellungen der Stromrechner. Denn diese berücksichtigen Vergünstigungen im ersten Jahr. Verbraucher würden hier in eine Kostenfalle tappen, kein transparentes Ergebnis erhalten. Nun sagen wir aber: Stromkunden sollten schon lesen können. Gegebene Einstellungs- + Filtermöglichkeiten im Stromrechner sind nicht versteckt, mit einem Klick ist der Haken bei „Neukundenbonus berücksichtigen“ raus, auch Stromtarife mit Vorauskasse können vom Vergleichsergebnis leicht ausgeschlossen werden. Selbst, wenn diese Filteroptionen nicht gleich entdeckt werden: wer einen zweiten Blick ins Vergleichsergebnis sowie dargestellten Tarifdetails riskiert entdeckt sofort, dass hier ein eventueller Bonus / Rabatt einberechnet wird. Wer dies nicht sieht und einfach blind in solch einen Tarif wechselt sollte es vielleicht ganz bleiben lassen.

Wenn nun Stiftung Warentest einen Stromanbieter Vergleich kritisch beurteilt hat dies Auswirkungen. Wechselverweigerer fühlen sich bestätigt, ganz nach dem Motto „Ist ja alles eh nur Beschiss“. Ehrliche Preise sowie wirklich grünen Ökostrom seien alles nur Mogelpackungen. Als Betreiber eines Stromportals habe ich diese Aussage mehrfach zu Ohren bekommen. Meine Gegenargumentation konnte zwar schnell Wind aus den Segeln nehmen, dennoch schaden derlei allzu kritische Testurteile dem künftigen Wechselverhalten von Verbrauchern.

Stromrechner: Im Test Stromanbieter mit Tricks ganz vorne dabei

Im Kern stimmen wir mit dem renommierten Testinstitut überein: Tarife für Strom mit hohen Neukundenboni, Vorauskasse sowie anderen Instrumenten die Preise drücken sind mitnichten immer am Besten. Wobei jeder erst einmal selbst entscheiden muss, inwiefern er sich auf solch einen Stromvertrag einlassen möchte. Wer beispielsweise vorhat sich regelmäßig nach neuen Angeboten umzusehen kann von Preisdrückern des ersten Bezugsjahres profitieren. Wer jedoch möglichst lange Ruhe bei diesem Thema haben möchte sollte mehr auf Punkte wie Strompreisgarantie setzen. Ein Ärgernis ist tatsächlich, wenn es Ärger gibt. Beispielsweise mit dem Auszahlen des Bonus, wird ein Vertrag bereits nach einem Jahr gekündigt. Flexstrom-Kunden haben hier massive Beschwerden hervorgebracht, da Flexstrom seine Vertragsbedingungen unklar formulierte. Derlei Probleme tauchen naturgemäß erstmals frühestens nach einem Jahr auf. Vergleichsportale wie Verivox hat auch erst dann die Möglichkeit jene Stromanbieter aus ihrem Stromrechner herauszunehmen, wenn sich solche Vorwürfe manifestieren. Bis dahin hatten aber bereits zahlreiche Haushalte Diskussionen und Ärger mit diesem Stromversorger, welcher heute insolvent ist. Solche Geschichten wirken sich natürlich nicht gerade positiv auf das Vertrauen von Verbrauchern aus. Auch wenn es sich hierbei um Einzelfälle handelt, betroffen sind mehrere hundert Tausend Kunden. Daher gilt, einen gründlichen Stromvergleich vorzunehmen. Und in diesem Rahmen vielleicht auch prüfen, ob der in Frage kommende Stromanbieter einen weiteren Test besteht: Googeln. Die Unseriösität eines Anbieters, dessen Mängel im Kundenservice können mittels diesem einfachen Schritt leicht aufgedeckt werden.

Stromanbieter-Test selbst machen – gesunder Menschenverstand hilft immer

Die Gefahr, an unseriöse Anbieter bzw. Strom Tarife mit Haken zu geraten ist eigentlich recht gering. Vorausgesetzt, es wird mitgedacht. Dann ermöglicht es der Stromanbieter Test wirklich passende Stromtarif mittels unserem Stromrechner zu ermitteln. Eine Mündigkeit, welche in Finanztest dem Verbraucher etwas abspricht, aufgrund dessen auch bei allen getesteten Stromvergleichsrechnern Abzüge gemacht. Dennoch hat der hier eingesetzte Stromvergleich im Test gut abgeschlossen, der Verivox-Stromrechner wurde 2,2 (gut) benotet. Ihr gesunder Menschenverstand sowie unser (im Übrigen kostenlos zur Verfügung gestellte) Stromrechner – beste Voraussetzung um günstige Stromanbieter zu finden.