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Ökostrom = Atomstrom?

Die Antwort auf die Frage, ob Atomstrom Ökostrom ist

Das wichtigste Kriterium im Rahmen der Definition des Begriffes Ökostrom ist der CO2-Ausstoss. Bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen wird Kohlenstoffdioxid freigesetzt, welches ursächlich für die Erderwärmung, den Klimawandel gilt und somit schädlich für die Umwelt. Nimmt man dies als die einzigste Grundlage für die Definition von Ökostrom, so müsste man wohl zum Ökostrom auch Atomstrom gezählt werden. Und dennoch ist dies nicht der Fall. Doch warum nicht?

Strom erzeugt aus Kernenergie ermöglicht es, Strom in großer Menge und ohne nennenswerten CO2-Ausstoss zu erzeugen. Im laufenden Betrieb erscheint Atomstrom daher positiv für die Umwelt. Es gibt bei dieser Form der Stromerzeugung jedoch zwei Punkte, die gegen diese Einordnung von Ökostrom sprechen.

Zum einen ist es die Entsorgung der verbrauchten Brennelemente. Diese weisen immer noch eine Radioaktivität auf, und müssen daher an einem geeigneten Ort entsorgt weden. Das Problem: diese Radioaktivität bleibt für immer. Und die Angst, dass diese freigesetzt wird, ist gross – und so ist es schwer, ein passendes Endlager zu finden. So werden diese Brennelemente durch halb Europa gefahren, von den Atomkraftwerken in Zwischenlager – eine in den Augen der Bevölkerung große Gefahr.

Der zweite Grund, warum nicht Ökostrom nichtgleich Atomstrom ist, ist im Risiko einer Umweltkatastrophe zu sehen. Was Kernenergie anrichten kann hat man in der Vergangenheit gesehen: Die Katastrophe von Tschernobyl hat zahlreiche Opfer gefordert. Sie hat bewiesen, dass die Technik nur so gut ist wie die Menschen, die sie bedienen. Und wo Menschen arbeiten werden Fehler gemacht. Und wenn die Wartung und Erneuerung die Technik auf Kosten der Wirtschaftlichkeit geht nehmen es einige Betreiber der Atomkraftwerke vielleicht nicht ganz so genau – zumindest ist dies die Befürchtung der Atomgegner.