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Mobiler Strom: Dem Elektroauto gehört die Zukunft

Mittwoch, 1. September 2010 - 22:01

Automobilhersteller, Politik und Energiekonzerne sind davon überzeugt: Dem Elektroauto gehört die Zukunft. Noch ist der Marktanteil eher übersichtlich, doch bereits heute gibt es Angebote auf dem Markt, die nicht außer Acht gelassen werden sollte. Und jeder kennt sie: Die RWE-Autostrom-Kampagne ist vor allem im TV derzeit präsent.

Elektroautos – Modelle und Hersteller

Noch gibt es kein wirklich breites Angebot an Modellen mit Elektroantrieb / Hybridantrieb der deutschen Automobilhersteller auf dem Markt. Die Japaner sind hier um einiges weiter: So bringt Honda im kommenden Jahr bereits das dritte Modell mit Hybridantrieb auf den Markt. Aber auch die deutschen Automobilhersteller sehen im Elektroauto die Zukunft, und sind so auch eifrig dabei, neue Modelle zu entwickeln. Es gibt jedoch auch eine andere Möglichkeit, ein Elektroauto zu fahren: indem man ein „normales“ Auto mit Verbrennungsmotor umrüstet. Dies macht auch der Energiekonzern RWE: Die Modelle Fiat Fiorino und 500 werden einfach zum Elektroauto umgerüstet.

Strom tanken

Die meisten Elektroautos können mittels einer herkömmlichen Steckdose aufgeladen werden. Während dies im Alltag durchaus praktikabel ist, kann es sich auf längeren Reisen durchaus schwieriger gestalten, sein Auto wieder mit Strom aufzuladen. Denn noch gibt es – zumindest in Deutschland – kein flächendeckendes Netz an Stromtankstellen / Ladestationen. Doch dies ist regional sehr unterschiedlich. So findet man beispielsweise in den großen Städten wie Berlin oder Freiburg durchaus entsprechende Möglichkeiten. Das eher länger dauernde Aufladen des Akkus ist durchaus noch ein Problempunkt beim Elektroauto. Hier gibt es jedoch einige Lösungsansätze: Wie beispielsweise das sogenannte „Park & Charge“ – System, das in der Schweiz entstanden ist oder auch das Akkuwechselsystem. Interessant auch die Möglichkeit, per Induktion den Akku wieder aufzuladen, als in Form eines in der Fahrbahn eingelassenen Auflade Systems. Dieses kann nicht nur auf Parkplätzen integriert werden, sondern wäre auch auf Autobahnabschnitten denkbar.

Woher kommt der Strom für das Elektroauto?

Ein wichtiges Argument pro Elektroauto ist der Umweltschutzgedanke. So wird dieses im Idealfall mit Ökostrom betrieben. Aber auch wenn „Normalstrom“ eingesetzt wird, wirkt sich dies positiv auf die Ökobilanz aus – der Benzinantrieb ist mit weitaus höheren Emissionen verbunden.

Die Bundesregierung hat bekundet, dass es im Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen geben soll. Dies wäre ein Marktanteil von rund 2%, und ein zusätzlicher Strombedarf von 3 Terrawattstunden. Was sich auf den ersten Blick nach einer großen Zahl anhört, jedoch handelt es sich hierbei um gerade einmal 0,5% des Bruttostromverbrauchs von Deutschland. Dieser zusätzliche Bedarf an Strom soll vor allem durch die Erneuerbare Energien produziert werden – aus Sonnenergie, Windkraft und Wasserkraft. So ist das Elektroauto nicht nur eine interessante Möglichkeit um den Lärmpegel und die Emissionen in den Städten zu reduzieren, einen Beitrag für den Umweltschutz zu leisten. Sondern auch, um den Ausbau der Erneuerbaren Energien eine größere Gewichtung zukommen zu lassen.



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