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Lithium Batterien: Strom speichern mit der LiPo

Es ist seit Jahren der Knackpunkt in Sachen regenerative Energien: Wohin nur mit dem Strom wenn er nicht direkt verbraucht oder in ein Netz eingespeist werden kann / soll. Eine Lösung heißt momentan: Lithium Batterie. Sie bringt im Vergleich zu anderen Stromspeichern diverse Vorteile mit sich. Und hat eigentlich nur einen Nachteil – den Anschaffungspreis.

Gerade im Bereich der Inselanlage bzw. im Rahmen einer mobilen Solaranlage können sich Lithiumbatterien langsam etablieren. Denn die Vorteile sind bestechend, gerade im Vergleich zu bisher üblichen AGM, Blei und Säure-Batterien. Diese werden beispielsweise als Versorgungsbatterie im Wohnmobil oder auf dem Boot verbaut.

Lithium Batterien im Wohnmobil oder Boot können jedoch gleich in mehrfacher Hinsicht punkten:

  1. Stromverfügbarkeit: Blei und Säurebatterien sollten nicht zu tief entladen werden. Sie müssen regelmäßig sulfatieren, also richtig schön voll werden damit sie nicht an Lebensdauer einbüßen. Hier kann die Lithiumbatterie punkten: sie kann komplett entladen werden. Eingespeister Strom steht also auch komplett zur Verfügung. Und da sind wir auch gleich beim nächsten Vorteil:
  2. Der Komfort: Nicht immer schauen müssen wie den der Ladezustand der Batterie ist, damit sie ja nicht zu tief entladen wird. Sicherlich ist es auch mit der LiPo nicht schön, wenn einem plötzlich der Strom ausgeht. Doch dies geschieht einfach viel später / seltener als mit einer gewöhnlichen Versorgungsbatterie. Gerade wenn keine alternativen Stromquellen zur Verfügung stehen, man stromautark sein möchte (beispielsweise auf Reisen) kann eine Lithiumbatterie im Wohnmobil oder Boot eine richtig gute Errungenschaft darstellen.
  3. Wirtschaftlichkeit: Ja, LiPo’s sind teuer. Und es ist nicht nur die reine Batterie, die benötigt wird. Sondern auch Regel- und Überwachungssysteme. Die Frage, ob sich eine Lithiumbatterie bezahlt macht kann primär mit einer anderen Frage beantwortet werden: wie häufig benötige ich Strom aus meiner LiPo? Für das Wohnmobil, das vielleicht ein paar Wochen im Jahr im Einsatz ist, dürfte sich eine Lithium Batterie rein rechnerisch nicht bezahlt machen. Anders sieht es aus, kommt sie bei einer Inselanlage im bewohnten Haus zum Einsatz. Oder auf dem Segelboot bei der Weltumsegelung. Oder im Wohnmobil bei der Überwinterung im warmen Süden. Es gibt also viele Szenarien, die für eine Lithium Batterie sprechen, auch aus wirtschaftlichen Gründen. Denn der höhere Anschaffungspreis relativiert sich bei intensiver Nutzung, alleine dadurch, dass die Lebensdauer einer Lithiumbatterie deutlich länger ist als bei anderen Batteriesystemen.
  4. Gewicht + Platz: Gerade im Wohnmobilbereich ein entscheidender Faktor. In einem Haus sicherlich weniger, auch der Platz spielt hier keine Rolle.
    200Ah LiPo wiegt 44kg. Aquivalent dazu bräuchte man 400Ah AGM-Batterien. Diese würden mit locker 100kg zu Buche schlagen. Eine Gewichtseinsparung von rund 60kg, nur durch die Batterien – das ist bei den chronisch überladenen Wohnmobilen durchaus einiges. Der erwähnte Platzbedarf ergiebt sich von selbst: Anstatt zwei herkömmlichen Batterien muss nur noch eine verbaut werden. So kann gerade auf kleinem Raum mehr Stromspeicher untergebracht werden. 400Ah in Form von Bleibatterien passen nicht in jedes Wohnmobil rein. Eine 200Ah LiFePo4 hingegen schon eher.

LiFePo4 oder doch Marke Eigenbau?

Lithium Batterien sind toll, aber auch teuer. Weshalb so manch einer gerne sparen möchte. Man kauft sich einen Bausatz, schraubt sich die LiPo einfach selbst zusammen. Wer hier versiert ist kann durchaus Geld sparen. Die meisten Menschen jedoch sollten davon eher die Finger lassen. Denn in größeren Batterien fließt jede Menge Strom.

Zukunft der Lithiumbatterie?

Werden Lithiumbatterien denn auch mal günstiger? Momentan sieht es nicht danach aus. Im Gegenteil, die Preise steigen eher. Zwar sind Lithium-Vorkommen nicht so selten, der Abbau des Alkalimetall scheint wohl etwas aufwändiger zu sein. So sind viele Vorkommen derzeit noch gar nicht erschlossen. Es ist jedoch zu erwarten, dass sich dies bald ändern wird – mit steigender Nachfrage nach Lithium. Spätestens wenn es einen Boom bei Elektrofahrzeugen mit Lithiumbatterien gibt dürfte dies den Rohstoffabbau beschleunigen. Die Preise für Lithium und Batterien jedoch dürften kaum sinken. Mehr Infos hierzu gibt es im Lithium – Artikel auf Wikipedia.

Lithium-Ionen-Akkus kommen bereits in den verschiedensten Bereichen vor. In Smartphones beispielsweise sind sie längst verbaut, aus gutem Grund: geringes Gewicht, hohe Energiedichte – einfach eine längere Akkulaufzeit. Diese Vorzüge von Lithiumbatterien lassen sich natürlich auch im Großen übertragen. Wohnmobil, Yacht oder Haus – als Versorgungsbatterie für den täglichen Strombedarf sind LiPos einfach ideal. Als Energiespeicher für Elektromobilität ja sowieso. Man darf also gespannt sein was die Zukunft noch so bringt. Wird Lithium der nächste wirklich wichtige Rohstoff werden? Wird er knapp und teurer werden oder doch erstmal günstiger weil viele Energiekonzerne mit dem Abbau dieses Rohstoffs Geld verdienen möchten? Oder kommt vielleicht doch noch eine neue revolutionäre Technik wie Graphen ins Spiel? Wer werden es sehen.