Gerade die Preise für Energie stehen im Fokus des Verbrauchers, der politik und des Verbraucherschutzes. Denn Strom, Gas und Erdöl gehören zu den Grundbedürfnissen des Menschen und steigen die Energiepreise, so stellt dies für die gesamte Volkswirtschaft eine finanzielle Belastung dar. Gerade die Entwicklung der Strompreise stehen im Fokus, und auch 2010 scheint ein Jahr zu sein, in dem die Strompreise gleich mehrfach steigen.
Die bisherige Entwicklung der Strompreise in 2010
Bereits zu Jahresbeginn haben zahlreiche Stromanbieter eine Strompreiserhöhung angekündigt und auch umgesetzt. Somit hat ein Großteil der Stromanbieter die Preise erhöht, und die Begründung für diese Entwicklung der Strompreise bereits zu Beginn des Jahres war einhellig: Man hat sich bei der Menge des eingepeisten Stroms, für den eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung bezahlt werden muss, verkalkuliert. Tatsächlich wurde in 2009 weitaus mehr in die Erneuerbaren Energien investiert wie der Staat ursprünglich kalkuliert, und so ist nicht nur die Menge des eingespeisten Strom (z.B. aus privaten Solarstromanlagen) gestiegen, sondern auch die Einkaufskosten der Stromanbieter für Strom im gesamten. Und natürlich werden diese höheren Kosten an den Stromkunden weiter gegeben – In Form von Strompreiserhöhungen.
Maßnahmen, die sich positiv auf die weitere Entwicklung auswirken
Bereits im März 2010 wurde eine Maßnahme getroffen, die langfristig Milliarden einsparen soll und sich somit positiv auf die Entwicklung der Strompreise auswirken soll. So hat die Bundesnetzagentur eine engere Zusammenarbeit der vier großen Betreiber der Stromnetze in Deutschland bzgl. der Bevorratung der Regelenergie. Wir berichteten darüber und deuteten auch bereits an, dass es abzuwarten sei, ob die Strompreise tatsächlich sinken werden – erfahrungsgemäß sind die Stromversorger bei Erhöhungen stets zeitnaher aktiv, bei Preissenkungen eher zurückhaltend.
Eine weitere Maßnahme um den Verbraucher (und die Gesamtwirtschaft) in Deutschland vor weiter steigenden Strompreisen zu schützen hat der Staat getroffen, nachdem zahlreiche Stromanbieter zu Beginn des Jahres ihre Strompreise erhöht haben, mit der Begründung der hohen Kosten für den Einkauf von Ökostrom / Solarstrom. Es wurden mehr Solarstromanlagen als erwartet installiert, und so sind die Einkaufskosten für den Strom auch höher ausgefallen als erwartet. Damit diese Investitionen in Erneuerbare Energien nicht am Ende der Verbraucher tragen muss, hat die Bundesregierung ab Juni eine außerplanmäßige Reduzierung der Einspeisevergütung (für neu installierte Anlagen) beschlossen. Dies wird jedoch eher langfristig gesehen Einfluss auf die Entwicklung der Strompreise nehmen und kann höchsten das Steigen der Preise verhindern, jedoch nicht ein Senken herbei führen. Denn für die bereits installierten Solarstromanlagen gilt die Einspeisevergütung zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Und im ersten Halbjahr 2010 wurden besonders viele Solarstromanlagen installiert, so dass mittelfristig eher eine Erhöhung wahrscheinlich ist.
Wie werden sich die Strompreise in 2010 nun entwickeln?
Unsere Prognose: Die Strompreise werden steigen, wir haben mit Strompreiserhöhungen zu rechnen. Diese Aussage hat kürzlich auch der Chef der Bundesnetzagentur getätigt. Und der Grund für die Erhöhung der Strompreise ist auch weiterhin in den Erneuerbaren Energien zu suchen – Strom aus Windkraft und Sonnenenergie sind zu unflexibel und unverhältnismäßig teuer, müssen sie eingekauft werden. So besteht auch die Forderung an die Stromversorger / Netzbetreiber, in intelligente Stromnetze, die Strom wirtschaftlich managen, zu investieren. Damit die Entwicklung der Strompreise vielleicht noch nicht in 2010, jedoch zumindest langfristig sich im Sinne des Verbrauchers und der Gesamtwirtschaft entwickeln.
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